Laizisten unterstützen - ewige Petition unterzeichnen

SPIEGEL: Angestellte in Gottes Hand

Zusammen sind die Kirchen nach dem Staat der zweitgrößte Arbeitgeber in Deutschland, doch Mitarbeiter in Diözesen und Diakonie haben weniger Rechte als Kollegen in anderen Wirtschaftszweigen. Ein uneheliches Kind kann leicht zum Kündigungsgrund werden.

München - Der Detektiv leistete ganze Arbeit: Er konnte nicht nur die weibliche Zielperson in einem verdächtigen Wagen filmen. Es gelang ihm auch, den Namen des ihr offenkundig sehr vertrauten Mannes zu ermitteln, mit dem sie unterwegs war. Auftraggeber dieser Observation vor ein paar Wochen war allerdings nicht der eifersüchtige Ehemann - sondern die Diözese Augsburg.

 

Die will die schwerbehinderte Kirchenmusikerin Kerstin Gerg* loswerden - und schrieb deshalb an das zuständige Integrationsamt, dass bei der geschiedenen Frau "vom Vorliegen einer Lebensgemeinschaft ausgegangen werden muss".

Dabei wollte die Diözese nach eigenen Angaben Kerstin Gerg eigentlich kündigen, weil sie es mit Verweis auf ihre Mobilitätseinschränkung ablehnte, sich von der Gemeinde St. Barbara im oberbayerischen Peißenberg an einen anderen Standort versetzen zu lassen. Weil die Schnüffelaktion der Kirche aber die privaten Lebensumstände zutage förderte, kann die Kirchenleitung jetzt nachschieben: "Eine Weiterbeschäftigung von Frau Gerg käme auch aus diesem Grund grundsätzlich nicht in Betracht."

 

>> Weiterlesen im Original bei SPIEGEL Online

 

Wusstest du schon...

...dass der Staat die theologischen Fakultäten an den Universiäten - und damit die Ausbildung von Kirchenpersonal - mit rund 620 Millionen € jährlich komplett finanziert?
 
Original template © 2006 das MedienKombinat GbR - Template (free and commercial Version) available at www.joomlabeauty.com
Modified version © 2007 Martin Hergert - redesigned for the website www.laizisten.de