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Evangelikale verbitten sich Kritik |
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Meinungsäußerungsfreiheit ist eines der höchsten Güter der Demokratie. Durch offene Diskussion kann sich die Gesellschaft weiterentwickeln. Doch viel wichtiger sind religiöse Gefühle bzw. deren Nichtverletzung - Wenn es nach einigen evangelikalen Medien gehen sollte.
Deren Zorn entzündete sich an einem Artikel in der bundesweit verteilten Schülerzeitung Q-rage, welche unter anderem mit Mittel der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert wird. Unter dem Titel "Die evangelikalen Missionare" beschäftigen sich zwei jugendliche Autoren mit dem "Christival", welches im Frühjahr in Bremen stattfand und u.a. wegen eines letztlich abgesagten Seminars zur "Heilung" von Homosexualität in die öffentliche Kritik geraten war.
Im Zuge der Debatte um den Artikelhat ist sogar der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung unter dem Druck der evangelikalen Medien eingebrochen und hat sich von der Schülerzeitung distanziert.
Medienberichte und Kommentare finden sich unter anderem beim SPIEGEL , der taz und der Welt.
Kommentar von Martin:
Bleibt festzuhalten: Möge der Artikel einseitig gewesen sein oder auch nicht - mit den massiven öffentlichen Attacken der evangelikalen Medien auf die jungen Autoren wurde genau der Kernpunkt deutlich, welchen diese Evangelikale ja vehement abstreiten: eine Tendenz zur Intoleranz und ein seltsames Verständnisvon Diskussion und Meinungsfreiheit.
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