Laizisten unterstützen - ewige Petition unterzeichnen

Petition gegen konfessionellen Religionsunterricht

Die Petition ist mit dem 29. Oktober abgelaufen. Es haben insgesamt 1530 Personen unterzeichnet.
Die Petition wurde erwartungsgemäß abgelehnt. Der Petitionsausschuss sieht im konfessionellen Religionsunterricht keine Gefahr für Integration und Zusammenleben. Hervorzuheben ist allerdings, dass der Petitionsausschuss ausdrücklich bestätigt, dass es im Religionsunterricht "bestehende Wahrheiten" vermittelt werden und nicht etwa bloße Religionskunde. Die ausführliche Begründung findet sich auf der Website des Petitionsausschusses.

Zwischenzeitlich könnt ihr über das Thema in unserem Forum diskutieren.

 


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Pluralismus ist mehr als ein Nebeneinander

Die Pluralistische Gesellschaft braucht auf Dauer ein friedliches Miteinander, statt Nebeneinander. Kinder müssen lernen, Menschen anderen Glaubens nicht bloß zu dulden, sondern mit ihnen zu diskutieren, sie zu verstehen und auch die eigene Position immer wieder kritisch zu hinterfragen. Dabei müssen die Menschenrechte und die individuelle Freiheit immer Vorrang vor Gruppenzwängen haben. Um Kinder in diesem Sinne zu erziehen, ist die Aufspaltung der Klassen nach Konfession der Eltern die denkbar schlechteste Möglichkeit. Unterstützden Sie deshalb die Petition gegen den konfessionellen Religionsunterricht.


Der konfessionelle Religionsunterricht ist auch juristisch umstritten

Prof. Dr. Johannes Neumann von der Humanistischen Union argumentiert wie folgt: Der Art. 7 Abs. 3 GG (Paragraph des Grundgesetzes, welcher den konfessionellen Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach regelt, Anm. d. Autors) sei ein Bruch mit der staatlichen Neutralität gegenüber Religionen, seine Existenz historisch nachvollziehbar und verständlich, aus alten Zeiten in schwierigen Zeiten hervorgeholt und wiederverwertet, doch inzwischen durch die gesellschaftliche Entwicklung überholt. Bedenklich ist das Durchbrechen zweier Verfassungsgrundsätze, nämlich zum einen der Dichotomie des Erziehungsauftrags (dieser wird Familie und Staat zugeschrieben, die Religionsgemeinschaften sollten demzufolge nur auf Wunsch und im ausdrücklichen Auftrag der jeweiligen Eltern einwirken können und nicht grundsätzlich und allgemeinumfassend in Form eines ordentlichen Lehrfaches). Außerdem angegriffen werde die staatliche Bekenntnisneutralität. Da der Religionsunterricht die Absicht verfolge die Inhalte als zu glaubende Wahrheit zu vermitteln und nicht etwa als bloße Religionskunde ist der Angriff auf die Bekennnisneutralität offensichtlich. Vgl. Art. 4 GG insbesondere Abs. 1, Art 6 Abs. 2 GG, Art. 7 Abs.2 GG

 

Gibt es denn konkrete Benachteiligungen durch den konfessionellen Religionsunterricht?

Ehemalige Schülerin und Tochter einer Lehrerin aus Baden-Württemberg:
„Naja problematisch ist auch: Wenn mensch den Reli-Unterricht abwählt muss ja in der Oberstufe ein Ersatzfach gewählt werden, sowas wie Philosophie, was ich als Wahlfach auch hatte hätte da aber nicht gegolten. Ich hätte also de facto die Wahl zwischen Physik, Chemie, Französisch gehabt. Total unverhältnismäßig von Aufwand und vor allem für benötigtes Können für vergleichbare Noten. Bin dann zurück in den Reli-Unterricht.
Ethik-Unterricht muss glaub ich in BaWü ab 8 Schülern angeboten werden die in der Stufe nicht am Reli-Unterricht teilnehmen, wenn allerdings die einzige Ethik-Lehrerin die Schule wechselt, wird (so bei mir) das auch nicht mehr angeboten."

Ehemaliger Schüler aus NRW:
„Mein ehemaliger Fachlehrer am ersten Schultag: 'Es ist rein theoretisch möglich den Religionsunterricht abzuwählen, dafür müsst ihr aber nachmittags in die Philosophie gehen. Ich rate allen, sich den Religionsunterricht bei Herrn X erstmal anzuschauen. Der macht das wirklich gut, da muss man sich nicht abmelden!' Der Herr X meinte dann zu mir, als ich sagte, ich wäre Humanist oder Atheist: 'Das macht ja nichts, Gott liebt alle Menschen gleich.' Da ist bei mir der Faden gerissen. PS: es MUSS immer ein Werte-und-Normen-Unterricht angeboten werden! Ich war auch der einzige dort!“

 

Konfessioneller Religionsunterricht hat in der Schule nichts verloren! 

Wenn auch Sie dieser Meinung sind, dann unterschreiben Sie die Petition beim Deutschen Bundestag - und erzählen Sie es Ihren Bekannten!

Hier geht's zu Petition .

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Verbreitung ist ausdrücklich erwünscht!

Für weitere Fragen, kontaktieren Sie uns mittels des E-Mail-Forumlars

Hinweis: die Online-Petitionen waren Ende 2007 ein Pilotprojekt des Deutschen Bundestages in Zusammenarbeit mit einer schottischen Universität. Inzwischen existiert offensichtlich ein eigenes System. Leider werden deswegen die 1530 Mitzeichner nicht mehr online angezeigt. Wollen wir hoffen, dass die Petition dennoch angemessen durch den Petitionsausschuss berücksichtigt wird.

 

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