Laizisten unterstützen - ewige Petition unterzeichnen

FAQ
1. Wer sind die Laizisten?

Die Laizisten sollen eine Organisationsplattform und ein Sprachrohr der Studenten sein, die deutschlandweit - speziell an Hochschulen - über die unzureichende Trennung von Staat und Kirchen informieren wollen. Die Abschaffung dieser Verflechtungen ist auch unsere Forderung an die Politik.



2. Warum müssen wir aktiv werden?

Die weltanschauliche Neutralität das Staates existiert seit Gründung der Bundesrepublik nur auf dem Papier. Es ist die Zeit gekommen, diesen Zustand zu ändern. Dem anhaltenden Wandel der Konfessionszugehörigkeiten in der Bevölkerung muss politisch Rechnung getragen werden. Beispielsweise subventioniert der Staat die Kirchen jedes Jahr mit über 14 Milliarden € aus Steuergeldern. Dies ist nicht im Interesse eines großen Teils der Bevölkerung, der Konfessionslosen (2005 32,5%, Tendenz steigend). Darüber hinaus werden verschiedene Konfessionen unterschiedlich stark subventioniert - ein Messen mit zweierlei Maß. Die ARD-Sendung "Panorama" sprach von "Unsinnige Steuersubventionen - Milliardensegen für die Kirchen".
Wir wollen die Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit der Befürworter der Weiterführung der Trennung von Kirchen und Staat weiter stärken. Nur ein laizistischer Staat kann wirklich weltanschaulich neutral sein.

 

3. An welchen Stellen gibt es noch Verflechtungen von Staat und Kirche?

Hier findet sich unsere vorläufige Auflistung. Auch der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) gibt hierzu einen guten Überblick

 

4. Sind diese "Verflechtungen" nicht teilweise notwendig oder positiv?

Weder das eine noch das andere. Natürlich kann im Namen einer Kirche Gutes getan werden, oder im Namen einer Religion eine vernünftige politische Forderung gestellt werden. Aber allgemeingültige Regeln können nicht durch Glaubensbekenntnisse Einzelner legitimiert werden. Ebenso dürfen Zwangsabgaben nicht in religiös motivierte Projekte fließen. Wer Kirchen unterstützen möchte, kann diesen Spenden zukommen lassen.
Auch wird häufig übersehen, dass die vielen sozialen Einrichtungen wie Kindergärten oder Krankenhäuser der Kirche zwar diese als Träger haben, oft aber zu mehr als 90% aus staatlichem Haushalt finanziert werden. Zudem haben konfessionslose Menschen kaum eine Chance auf Anstellung in kirchlichen Einrichtungen. Diese Aufzählung ließe sich noch lange fortführen, zum Beispiel mit der Untergrabung des Arbeitsrechts.



5. Was ist das Ziel?

Wir treten für eine konsequente Trennung von Staat und Kirche ein. Deswegen fordern wir den liberalen Laizismus.



6. Richten sich die Laizisten speziell gegen eine Religion, beispielsweise das Christentum?

Die Laizisten richten sich nicht gegen Religionen, sondern treten für einen laizistischen Staat ein. Religion sollte Privatsache sein. Das respektieren wir, fordern aber auch die Umsetzung. Nur ein laizistischer Staat kann garantieren, dass alle Bürger ihre Glaubensfreiheit gleich gut entfalten können.



7. Sind Hochschulen auch direkt betroffen?

Ja. Theologische Fakultäten stellen eine staatlich finanzierte, aber kirchlich regierte Ausbildung von Kirchenpersonal dar. Auch kirchliche Hochschulen werden staatlich subventioniert. Konkordatslehrstühle , deren Existenz wenig bekannt ist, beschränken die Wissenschaftsfreiheit enorm.

 

8. Wie sieht die Organisationsform aus?

Zu Beginn lief unsere Arbeit nur über des Medium Internet. Inzwischen haben sich an einigen Hochschulen schon Lokalgruppen gegründet, die vor Ort selbstständig Öffentlichkeitsarbeit leisten. Diese sind bundesweit im Austausch.

 

9. unabhängig oder parteigebunden?

Die Laizisten sind unabhängig von Parteien und Verbänden. Wir arbeiten mit vielen Verbänden, die unser Anliegen teilen, zusammen. Die Zusammenarbeit mit den Parteien ist geplant.



10. Sind die Laizisten ein deutsches Phänomen?

Nein. Natürlich gibt es weltweit Menschen, die sich für den Laizismus einsetzen. Wir suchen den internationalen Erfahrungsaustausch und schaffen Verbindungen.

 

 

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