Laizisten unterstützen - ewige Petition unterzeichnen

50. Internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes
Geschrieben von Martin   
Donnerstag, 22. Mai 2008

"Frieden den Menschen, die Gott liebt"

Unter diesem Motto findet vom 21. bis 27. Mai die nunmehr 50. Internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes statt. Es werden etwa 1500 Pilger, davon 1000 Soldaten, zu diesem Event im wichtigsten katholischen Wallfahrtsort erwartet. Laut Bundeswehr-Website "[...] erwartet die Pilger in diesem Jahr ein besonderes Programm im 'Internationalen Friedensdorf' im Innenstadtbereich von Lourdes unter dem Motto: Begegnung – Freude – Besinnung – Gebet – Freundschaft - Friede."

Was ist so schlimm an der Soldatenwallfahrt? Genießen Soldaten etwa keine Religionsfreiheit? Doch, natürlich, das tun sie. Umso schlimmer ist es deshalb, dass die Amtskirchen auch in der Bundeswehr massiv privilegiert sind. Die sogenannte "Militärseelsorge", welche sich als ein großzügiges Angebot der Kirche an Soldaten versteht, wird beinahe ausschließlich vom Bundesverteidigungsministerium finanziert, mit 25 Mio. EUR jährlich. Es versteht sich fast von selbst, dass die Soldaten für die Wallfahrt Sonderurlaub bekommen.

Doch auch die tägliche Arbeit der Militärseelsorge gibt zu denken. So wird z.B. ein sogenannter "Lebenskundlicher Unterricht" angeboten, der von den Militärgeistlichen gehalten wird. Es ist zumindest fraglich, inwieweit dort spezifisch konfessionelle Weltsichten gepredigt werden. Was brächte es, anstatt der Militärseelsorge eine allgemeine psychologische Beratung bereitzustellen und die einzelnen Religionen zur Seelsorge nur zuzulassen, aber nicht zu finanzieren? Schwer zu sagen, aber eines steht fest: Die momentane Privilegierung der Amtskirchen wird der zunehmenden religiösen und weltanschaulichen Pluralität (mit immerhin einem Drittel konfessionsloser Bürger) in keiner Weise gerecht.

 

>> Website der Soldatenwallfahrt bei der Bundeswehr
>> Kritische Informationen zur Militärsselsorge der Bundeswehr auf der Website des IBKA e.V.

 
Deine Stimme für den Laizismus!
Geschrieben von Martin   
Mittwoch, 7. Mai 2008

Ab heute hast Du die Möglichkeit mit Deiner Stimme für den Laizismus aufzustehen. Unsere "Ewige Petition" hat begonnen. Wenn Du dem unten stehenden Petitionstext zustimmst, würden wir uns über Deine Unterschrift freuen! 

"Die Trennung von Staat und Religion gehört zu den Grundpfeilern einer demokratischen Gesellschaft. Nur sie ermöglicht echte Religionsfreiheit für alle Bürger.
Der staatliche Kirchensteuereinzug, der konfessionelle Religionsunterricht und das Kreuz in Klassenzimmern und Gerichtssälen sind nur die bekanntesten der vielen Missachtungen dieses Trennungsgrundsatzes. Auch hohe Subventionen des Staates an die Kirchen und arbeitsrechtliche Sonderregelungen zulasten der Arbeitnehmer in Caritas und Diakonie bedeuten potentielle und reale Benachteiligungen von vielen Menschen, seien sie Atheisten, Juden, Moslems, Homosexuelle oder schlicht Christen außerhalb der Amtskirchen.

Diese Praxis kann nur geändert werden, wenn sich viele Menschen gegen sie aussprechen, sie aus ihrem Schattendasein befreien und sie zur gesellschaftlichen Diskussion stellen.

Unterstütze die Durchsetzung einer echten Trennung von Staat und Religion mit deiner Unterschrift!"


>> Direkt zu Petition - http://petition.Laizisten.de

 
Proteste gegen Christival
Geschrieben von Martin   
Montag, 5. Mai 2008

Das ganze Wochende über fanden in Bremen Proteste gegen das evangelikale "Christival" statt. Sie reichten von überaus kreativen Aktionen wie dem demonstrativen Küssen homosexueller Paare bis hin zu gewalttätigen Ausschreitungen. Doch auch der Polizei wurde vorgeworfen, unverhältnismäßig hart gegen die Protestierenden vorzugehen.

Das Christival war vor allen wegen eines inzwischen abgesagten Seminars zur "Heilung" homosexueller Gefühle in die öffentliche Kritik geraten. Doch auch weitere Seminare wie etwa "Sex ist Gottes Idee - Abtreibung auch?", dessen Veranstalter Schwangerschaftsabbrüche auch nach Vergewaltigungen ablehnt, riefen Protest auf den Plan. Insgesamt werfen die Kritiker dem Christival die Förderung eines extrem konservativen, mitunter fundamentalistischen, Weltbildes vor. Dies hindert die Bundesregierung nicht daran, die Veranstaltung mit rund 250.000 EUR zu fördern, da sie "wichtige Impulse für die Jugendarbeit" gebe.

Ein ausführlicher Bericht findet sich in der "tageszeitung".

 
Hochschulgruppe in Göttingen
Geschrieben von Matthias   
Dienstag, 15. April 2008
Seit Montag, dem 15.04.2008, ist das im Kern schon seit dem Jahr 2004 existierende "Bündnis für Laizismus" Göttinger Studenten nun eine eingetragene Hochschulgruppe! Wir gratulieren dazu und hoffen, dass sich demnächst weitere Hochschulgruppen an anderen Universitäten dazureihen - vielleicht in Trier oder Bamberg.
 
Spiegel: Vatikan blockiert Ernennung des neuen Präsidenten
Geschrieben von Matthias   
Dienstag, 15. April 2008

KATHOLISCHE UNI EICHSTÄTT

Er ist Theologe und Topmanager - doch beim Wechsel von Ulrich Hemel auf den Chefsessel der Katholischen Universität Eichstätt hakt es. In Rom gibt es "Bedenken" ohne nähere Angaben. Eine Vermutung: Stört den Vatikan, dass Hemel bereits zum dritten Mal verheiratet ist?

Papst Benedikt XVI. wollte die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) zu einer der besten Hochschulen Deutschlands machen. Doch jetzt hängt an Benedikts Lieblingslehranstalt der Haussegen schief: Die Mini-Uni im idyllischen oberbayerischen Naturpark Altmühltal hat zu Beginn des kommenden Sommersemesters keinen Präsidenten - denn aus dem Vatikan kommt Widerstand gegen die Berufung des Wunschkandidaten Ulrich Hemel, 51.

>> Weiterlesen im Original bei Spiegel.de

 
Indizierungsantrag abgelehnt - Ferkelbuch weiterhin erhältlich
Geschrieben von Martin   
Donnerstag, 6. März 2008

Die christliche Erziehungsoffensive der Familienministerin Ursula von der Leyen hat einen herben Schlag bekommen. Ihr Versuch, ein religionskritisches Kinderbuch auf die Liste der jugendgefährdenden Medien setzen zu lassen und es damit de facto aus dem Handel zu verbannen, ist gescheitert.

Verleger, Autor und Illustrator sind erleichtert. „Alles andere als ein Freispruch wäre ein Skandal gewesen!", sagte Autor Michael Schmidt-Salomon nach der Urteilsverkündung.

Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien stärkt damit die demokratische Streitkultur in der Kritik, auch herbe, erlaubt sein muss und 'religiöse Gefühle' nicht als Grund für allgemeine Verbote dienen können.

 

Weitere Informationen in der Quelle: Meldung beim Humanistischen Pressedienst (hpd)  

 
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Wusstest du schon...

...dass der Staat die Kirchensteuer (ca. 9 Milliarden €) für die Kirchen einzieht und diese dadurch Ausgaben in Höhe von ca. 1 Milliarden € einsparen?
 
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