Laizisten unterstützen - ewige Petition unterzeichnen

Laizismus-Petition beim Bundestag
Geschrieben von Martin   
Freitag, 4. Dezember 2009

Beim Deutschen Bundestag wurde eine Petition eingereicht, welche die Parlamentarier auffordert, eine striktere und konsequentere Trennung von Staat und Kirche zu verwirklichen.

Jede Petition wird bearbeitet. Sollten 50.000 Unterschriften zustandekommen, ist der Petitionsausschuss sogar verpflichtet, den Initiator der Petition einzuladen und öffentlich anzuhören. Selbst wenn diese Anzahl nicht zustandekommt, so kann dennoch ein Zeichen gesetzt werden, dass diese Anliegen nicht länger inoriert werden sollte.

Wir Laizisten sind zwar nicht Initiator der Sache, finden diese jedoch höchst unterstützenswert. Also: fleißig mitzeichnen!

Mehr zu Online-Petitionen (Wikipedia)
Online-Petition zur Trennung von Staat und Kirche mitzeichnen

 
Kein anti-jüdisches „Reinheitsgebot“ an deutschen Universitäten!
Geschrieben von Matthias   
Montag, 23. November 2009
Kein anti-jüdisches „Reinheitsgebot“ an deutschen Universitäten! Gleiches Recht für alle unabhängig von der Religion! Gegen die legalisierte Diskriminierung vonMuslimInnen, JüdInnen und anderen Betroffenen

Wir sind entsetzt über die Wortwahl, die Prof. Hans Michael Heinig, Inhaber einer Göttinger Juraprofessur und Leiter des Kirchenrechtlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), in der Ringvorlesung „Wozu Theologie“ in seinem Vortrag „Theologische Fakultäten an Universitäten. Verfassungsrechtliche Vorgaben – verfassungsrechtliche Spielräume“ am 17.11.2009 in der Paulinerkirche in Göttingen getroffen hat.

In seinem Vortrag beschäftigt sich Heinig mit den verfassungsrechtlichen Grundlagen der theologischen Fakultäten. Dabei setzt er sich auch mit der Frage auseinander, ob Nicht-ChristInnen als ProfessorInnen an der Theologie lehren dürfen – in letzter Zeit wurden nach jahrzehntelanger Dominanz kirchentreuer WissenschaftlerInnen auch Andersgläubige und Konfessionslose auf Lehrstühle berufen.

Heinig lehnte dies in seinem Vortrag kategorisch ab. Wenn Nicht-ChristInnen an theologischen Fakultäten lehren dürften, führe dies zu einer „Schummelpackung“, da die Öffentlichkeit von der Theologie ausschließlich christliche Inhalte erwarte. Zu Recht sei daher etwa die Bewerbung einer „immer wieder herumgeisternden jüdischen Neutestamentlerin“ bei den Berufungen nicht berücksichtigt worden. Schon aus dem Interesse der Betroffenen selber solle man Nicht-ChristInnen die Berufung verwehren, da sie anderenfalls unweigerlich diskriminiert würden, denn schließlich könne „man wohl kaum eine jüdische Neutestamentlerin zur Dekanin“ einer theologischen Fakultät machen. Deswegen müssten diejenigen, die damit eine Integrationspolitik im Sinne des „Gutmenschentum“ betreiben wollten, scheitern.

Zwar räumt Heinig ein, dass es legitim sei, wenn auch Andersgläubige an der Universität über Religion forschen – doch müssten dann für die Betroffenen Lehrstühle außerhalb der Theologie geschaffen werden. Dabei erwähnt er aber nicht, dass die Schaffung entsprechender Stellen angesichts des allgegenwärtigen Sparzwangs extrem unwahrscheinlich und bisher kaum erfolgt ist, während kirchentreue WissenschaftlerInnen jahrzehntelang eine Monopolstellung genießen durften.

Der Ausschluss von Berufungen von Konfessionslosen, MuslimInnen und JüdInnen sei jedoch gerechtfertigt, da für die Theologie ein „organisationsrechtliches Reinheitsgebot“ gelte.

Es stellt eine ungeheuerliche verbale Entgleisung dar, wenn der Ausschluss von JüdInnen von der Lehre an einer Fakultät mit einem wie auch immer gearteten „Reinheitsgebot“ gerechtfertigt wird und diejenigen, die für den diskriminierungsfreien Zugang zu universitärer Lehre in allen Fakultäten eintreten, als Anhänger des „Gutmenschentums“ diffamiert werden. Derartigen Äußerungen muss insbesondere in Deutschland klar entgegengetreten werden.

Wir fordern daher

  • Prof. Hans Michael Heinig auf, sich für seine Wortwahl zu entschuldigen und seine Position öffentlich klarzustellen,
  • ebenso, dass sich Margot Käßmann als Ratsvorsitzende der EKD wie auch Prof. Christine Axt-Piscalar und Prof. Joachim Ringleben als Organisatorin der Ringvorlesung eindeutig von der Wortwahl distanzieren,
  • und außerdem die Verantwortlichen auf Bundes-, Landes- und universitärer Ebene auf, die entsprechenden gesetzlichen und sonstigen Maßnahmen zu ergreifen, damit die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer religiösen Zugehörigkeit ein Ende hat. Es ist unbestritten, dass zahllose TheologInnen exzellente wissenschaftliche Leistungen erbracht haben und erbringen. Die Erforschung von Religion, auch des Christentums, ist wichtig. Sie muss aber außerhalb wie innerhalb der theologischen Fakultäten allen Menschen, auch Nicht-ChristInnen, zugänglich sein, und frei von kirchlicher Gängelung ausgeübt werden können.

Göttingen, 19.11.2009

Die Heinig-Rede gibt es als Audio-Mitschnitt

 
Laizisten in der SPD
Geschrieben von Matthias   
Sonntag, 18. Oktober 2009

In der SPD haben sich jetzt einige Genossen zusammengefunden, den Laizismus in der SPD zu vertreten und langfristig einen offiziellen Arbeitskreis zu gründen.

[Update] Inzwischen existiert eine offizielle Webpräsenz: www.spd-laizisten.de

Auch bei den Grünen wird bald ein pro-laizistischer Arbeitskreis ins Leben gerufen werden. Wer zu den Initiatoren Kontakt aufnehmen möchte, wende sich bitte an uns, wir werden das dann weiterleiten.

Beachte auch das Vorhaben in Hamburg.

 
Laizisten in Hamburg gesucht
Geschrieben von Daniel Gotthardt   
Sonntag, 18. Oktober 2009
An der Universität Hamburg will sich dieses Semester eine weiterelaizistische Hochschulgruppe gründen. Dafür werden noch weitereLaizisten aus der Umgebung gesucht, nicht nur Studenten der UniversitätHamburg sollen sich melden, wir würden uns auch über Unterstützung von
den anderen Hochschulen oder außerhalb des Universitätsbetriebs freuen.

 Wer Interesse hat, kann sich bei Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst melden.
 
SPIEGEL: Angestellte in Gottes Hand
Geschrieben von Matthias   
Donnerstag, 24. September 2009

Zusammen sind die Kirchen nach dem Staat der zweitgrößte Arbeitgeber in Deutschland, doch Mitarbeiter in Diözesen und Diakonie haben weniger Rechte als Kollegen in anderen Wirtschaftszweigen. Ein uneheliches Kind kann leicht zum Kündigungsgrund werden.

München - Der Detektiv leistete ganze Arbeit: Er konnte nicht nur die weibliche Zielperson in einem verdächtigen Wagen filmen. Es gelang ihm auch, den Namen des ihr offenkundig sehr vertrauten Mannes zu ermitteln, mit dem sie unterwegs war. Auftraggeber dieser Observation vor ein paar Wochen war allerdings nicht der eifersüchtige Ehemann - sondern die Diözese Augsburg.

 

Die will die schwerbehinderte Kirchenmusikerin Kerstin Gerg* loswerden - und schrieb deshalb an das zuständige Integrationsamt, dass bei der geschiedenen Frau "vom Vorliegen einer Lebensgemeinschaft ausgegangen werden muss".

Dabei wollte die Diözese nach eigenen Angaben Kerstin Gerg eigentlich kündigen, weil sie es mit Verweis auf ihre Mobilitätseinschränkung ablehnte, sich von der Gemeinde St. Barbara im oberbayerischen Peißenberg an einen anderen Standort versetzen zu lassen. Weil die Schnüffelaktion der Kirche aber die privaten Lebensumstände zutage förderte, kann die Kirchenleitung jetzt nachschieben: "Eine Weiterbeschäftigung von Frau Gerg käme auch aus diesem Grund grundsätzlich nicht in Betracht."

 

>> Weiterlesen im Original bei SPIEGEL Online

 
Startschuss für christliche Uni
Geschrieben von Matthias   
Donnerstag, 17. September 2009

FR-online.de

In Kassel beginnt heute der Studienbetrieb an einer neuen privaten und ihrem Selbstverständnis nach ausdrücklich christlichen Hochschule. Träger ist der Christliche Verein junger Menschen (CVJM). 54 Männer und Frauen haben sich für das erste Semester im integrierten Bachelor-Studiengang Religions- und Gemeindepädagogik plus Soziale Arbeit eingeschrieben.

[...]

Mit Religionspädagogik und Sozialer Arbeit bietet die CVJM-Hochschule Fächer, die man in Kassel längst studieren kann. Professor Werner Thole, geschäftsführender Direktor des Instituts für Sozialpädagogik an der Universität Kassel, sagt, er gönne den neuen Kollegen die Akkreditierung. Man müsse aber genau beobachten, ob ihr Angebot die breite Qualifizierung liefere, für die ein Abschluss in sozialer Arbeit stehe. "Da bin ich skeptisch."

>> Weiterlesen im Original bei der Frankfurter Rundschau

Wir meinen Dazu:

- Wieso brauch es unbedingt eine christliche Uni, um für Bereiche des Sozialwesens auszubilden? Sind staatliche Universätäten zu blöd dazu?

- Wunderbar, dass mit der sozialen Hilfe die Mission gleich mitkommt. Gibt es dafür keine Pfarrer?

 
<< Anfang < Vorherige 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Nächste > Ende >>

Ergebnisse 1 - 10 von 112

Wusstest du schon...

Der Standpunkt, Glockengeläute sei eine heilige Sache, ist sicher überholt. Schließlich darf heute auch nicht jeder Atheist aus Freude an der Nichtexistenz Gottes drei Böllerschüsse abgeben.

 - Joachim Kahl, dt. Theologe u. Philosoph

 
Original template © 2006 das MedienKombinat GbR - Template (free and commercial Version) available at www.joomlabeauty.com
Modified version © 2007 Martin Hergert - redesigned for the website www.laizisten.de